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Sidol in Köln-Braunsfeld

Sidol-Fabrik in Köln-Braunsfeld

1. ABBRUCHANTRAG - Ein Denkmal der klassischen Moderne in Gefahr

Nur wenige Beispiele hat die weiße, internationale Architektur der Bauhauszeit in Westdeutschland im Industriebau hinterlassen. Das Sidol-Werk, 1926-28 nach Entwurf von Otto Müller-Jena erbaut, ist eines der raren Exemplare. Die Erhaltung dieses bedeutenden Denkmals der Klassischen Moderne vor Abbruch und Entstellung schien gesichert.

Nun liegt ein Abbruchantrag des Eigentümers für den nördlichen Anbau einschl. Schornstein vor. Die Stadt Köln will diesem Antrag zustimmen.

Der beantragte Teilabbruch gefährdet und reduziert dieses bedeutende Baudenkmal, dessen Ästhetik wesentlich von der Kombination aus verschiedenen Baukuben, aus dem hohen Geschoßbau, den niedrigen Hallen und Vorbauten und den dominanten Bauteilen Wasserturm und Schornstein geprägt wird. Mit dem Abriss des Schornsteins, wird das Industriedenkmal in seinen Proportionen und seiner städtebaulichen Wirkung erheblich geschädigt. Einer entstellenden Umnutzung und vielleicht weiteren Abbruchansinnen werden Tor und Tür geöffnet.

Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland hat dem Abbruchantrag nicht zugestimmt.

Wir fordern daher die Stadt Köln, besonders das Amt des Stadtkonservators und die Bauverwaltung auf, diesen Abbruchantrag nicht zu genehmigen. Wir bitten die politischen Instanzen Ihrer Führungs- und Aufsichtspflicht gegenüber der Verwaltung nachzukommen.

Köln, Februar 2012


Interessengemeinschaft
Braunsfelder Bürger
Postfach 450652, 50881 Köln

Ilsetraut Popke

Rheinische Industriekultur e.V.
Elsenborner Str. 19, 50933 Köln

Prof. Dr. Walter Buschmann

Deutscher Werkbund Nordrhein Westfalen
Josef-Haubich-Hof 2, 50676 Köln

Prof. Dr. Roland Günter

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz
Ottoplatz 2, 50674 Köln

Dr. Heike Otto (geb. Gregarek)


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