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Werkbund-Akademie 2014
Die Geschichte der Zukunft. 
1914 - 2014. Die Variation der Moderne.
akademiereihe Heft 16

Wolfgang Meisenheimer          Einführung "Moderne" -die Schwierigkeit der Definition. Anmerkungen zu "Zivilisation" und "Kultur". Moderne im Sinne von Bauhaus und klassischem Funktionalismus. Fehlentwicklungen. Gegenwart.

Wim van den Bergh          Ästhetischer Kanon der Moderne, Etymologische Annäherungen an die Begriffe "Kanon" und "Moderne". Historischer Längsschnitt durch die Geschichte der Erkenntnistheorie seit der Antike. Entfaltung der Theorie des "szenischen" Umgangs mit Raum und Zeit. Atmosphäre-Diskussion der Gegenwart.

Christoph Grafe          Regionalisierung/Globalisierung. "Millefeuilles" Fallbeispiel für Regionalismus und Geschichte der Moderne: Belgien, "Belgitude".  Bereicherung der Architektursprache durch Experimente mit Heimat-Motiven: Konstrukte eigener Art.

Walfried Pohl          Kreislauf-Wirtschaft. Mögliche Wege in eine Moderne mit reduzierter Produktion von Abfall und weniger Resourcen-Verbrauch. Ziele des nachhaltigen Bauens. Neue "Einfachheit". Empfehlungen an den Werkbund.

Günter Pfeifer          Mensch, Klima, Architektur, Techné. Seit der Antike verlorene "intelligente" Dinge. Kluge Kompositorik ohne zusätzliche Technik gegenüber ständig neuen Technologien. Das klimatologische Desaster. Trugschluss: alle Probleme seien technisch lösbar. Rückgriff auf den antiken Begriff der techné, intelligente kybernetische Systeme.
 
Roland Günter          Avantgarde-Begriff. Die Verwandlung der kulturellen Haltungen  (Kreativität, Erneuerung, Forschritt) seit dem 11.-12. Jahrhundert. Es zeigen sich vielerlei Spielarten! Die Szene um 1918 mit den buntesten Avantgardisten. Das Avantgarde-Geschrei als Revolte. Werkbund-Gründung, Bauhaus. Die kultivierte Welt als Kaleidoskop betrachten! Vermeiden:  Stilbegriffe, Periodenbegriffe etc. Sprachkritik! Der Pluralismus der Phänomene muss dargestellt werden.

Student/innen Hochschule Alfter unter Bernd Dressen
          szenische Darstellung des historischen Typenstreits: van de Velde / Muthesius

Roland Dorn          Idealbauten der Werkbund-Ausstellung 1914 in Köln. Dokumemtation und Analyse zu Originalbelegen aus dem Archiv Dorn. Die Andeutung und das Verständnis von Ideal-Strukturen. Die Vielfalt der Angebote. Das Dämmern eines neuen Zeitalters - kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges.

Andreas Denk          Werkbund-Ideale. Lesung aus den Original-Texten von Fischer, Bötticher, Semper, Oechslin etc. Analytisches zu den historisch wechselnden Themen. Insbesondere die "Theorie des Alltags" in der Werkbund-Geschichte. Mögliche Ansätze zur Gegenwart-Diskussion. (der Beitrag ist leider nicht verfügbar)

Bettina Köhler          Mode/ Zeitgeist. Die Spiegelungen/Verkörperungen des Zeitgeistes durch Mode  1914-2014. Die Verwandlung der Kernphänomene. Das Gespenst des "Zeitgeistes". Die Langsamkeit der modischen Wechsel. Annäherungen an eine Typologie.

Georgios Kontos          Ein neuer Werkbund? Forderungen, Erwartungen. Infos über den Werkbund-jung. Projekte, Satzung usw. Ausstellungen, Gedrucktes, Partner, experimentelle Tests (blind-date-Methode). Feststellungen zum IST-Werkbund. Kritische Statements dazu. In die Medien! Bauen! Öffentlichkeit erreichen! In die Politik hinein! Netzwerke! Austausch von Inhalten!

(Preis:  12,70 €; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2013
Gibt es das Nichts. Die Leere.
Das Hohle? Annäherungen
akademiereihe Heft 15

Wolfgang Meisenheimer     Einführung in den Themenkreis. Annäherung an das Thema von 3 Seiten: a) philosophisch (Parmenides, Lao-Tse, Nicolaus v. Cues, E.Bloch, J.P.Sartre), b) kulturhistorisch. Der Mensch, das einzige Tier, das nein sagen kann. Askese-Kultur/die Leere (Mathematik, Naturwissenschaften, Psychologie, Kunst. c) architektur-theoretisch. (Urphänomen Innenraum, Licht/Schatten, Leere, Entfremdung von der Sinnlichkeit).

Eva Filter     Das Edle, Wenige. Reduzierte Ästhetik. Heidegger, das Wesen des Raumes/der Orte. Der Ort als Möglichkeit. Schattierung der Nicht-Orte. Diogenes-Projekt. Verzicht-Philosophie. Was ist das Kostbare, Edle, Einfache? Techniken der dialogischen Produktion: Raum-Dinge-Leib.

Studenten-Podium     Ideen zum Rahmenthema aus den Hochschulen. Aufzählung der komplexen Wahrnehmungsphänomene, Arbeitserlebnisse mit Leere, Hohlraum, Nichts. Es gibt kein Nichts im Dinglichen, doch aber viele Varianten dazu in der Vorstellung, im Bewußtsein, bei der Interpretation.

Georg Ebbing     Das Haus ohne Eigenschaften. Architektur, die nichts erzählt. Architekten, die "nichts erzählen wollen". O.M. Ungers. R. Schwarz. Diener u. Diener. Arbeitsbeispiele und Interpretationen.

Erich Schneider-Wessling/ Roland Günter über Richard Neutra. Power-Point-Vortrag R.G. über Raum als Spannungsraum (anthropologisch). Begegnungen Sch.-W. und R.G. mit Richard Neutra in Los Angeles etc. Neutras Raum-Ideologie: Nähe zur Naturwissenschaft (Sonnen-, Erd- und Bio-Bezüge), Erlebnisraum-Bezüge.

Andreas Denk
     Zu Boullées Konzeption einer architecture d´ombre. Biographisches. Projekt Kenotaph für Newton. Diskurs zum Erhabenen. Boullées Schatten-Theorie. Natur als Bild der Stimmungen des Menschen. Philosophischer Hintergrund: Newton. Dramatisierung der Architektur als Natur-Schauspiel. Die dramatische Wirkung auf das Gemüt.

Rudolf Heinz     Pathophilosophische Überlegungen zu Symbolen des Nichts. Über den Begriff Nichts. Existential- Philosophie und analytische Philosophie. Der Tod, der Tote. Berichte aus der pathologischen Praxis (Uni Düsseldorf) und aus der analytischen Forschung. Messie-Wesen und Einbehaltungspathologie. Das Hohle, die umhüllte Leere, pathologische Erlebnisse.

Ruth Hanisch     Next to nothing. Strategien in Architektur und Mode. Zu G. Semper. Das Prinzip der Bekleidung. Zum Polychromie-Streit. Otto Wagner. Adolf Loos. Weißenhof-Siedlung 1927. Stilbegriffe. Das Nackte, das Nichts, Nicht-Architektur. Metaphern. Haut. Architektur und Mode.

Nina Sonntag     Die minimalistische Bühne bei Adolphe Appia. Biographisches zu Appia, Jacques-Dalcroce, Tessenow. Informationen zu Hellerau als Werkbund-Zentrum. Basis einer neuen Lebensphilosophie (Musik, Tanz, Leib, Bewegung, Licht, Raum). Ein neues Konzept Raum/Bewegung.

Thomas Schmaus     Das Nichts im östlichen Denken. Schwerpunkt Japan. Das Nichts im westlichen/ östlichen Denken. Konfuzianismus, Buddhismus, Daoismus. Zen-Buddhismus. Das Nichts als Alleinheit, Ichlosigkeit, KU-Leere.
Dao: der Weg, das höchste Gut gleicht dem Wasser. YIN-YANG, relationale Gegensätze, Pole eines primären Feldes. WU WEI. Nicht machen, handeln, eingreifen, vielmehr einschmiegen, flow.

(Preis:  12,70 €; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2012
Mimesis. Das Prinzip Nachahmung
akademiereihe Heft 14

Wolfgang Meisenheimer    Die körperliche Grundhaltung des Menschen. Seine Ohnmacht gegenüber der Natur. Die mimetische Darstellung der Naturkräfte, Geister durch Masken, Tänze und gestisches Spiel. Formulierung der Kosmos-Darstellungen (Zahlen, Geometrie, Körperschönheit). In der frühen Moderne: Verzerrung, Demontage, Collage. Mimetische Techniken in der Gegenwart-Kunst. Mimesis in der Architektur.

Andreas Denk
        Die Befreiung der Form? Das Ende der Mimesis? Griechische Grundpositionen zu Ganzheit und Harmonie. Entwicklungstheorien und Ursprungs-Mythen. Das Urhaus. Das Spiel mit den Prinzipien der Nachahmung (der Antike, der Natur, der Geschichte). Sempers komplexe Position. Ausblicke auf die Gegenwart.

Georg Ebbing        Analoge Traditionen. Mimesis als Entwurfsstrategie? Zur Ausstellung "Analoge Architektur" 1987 in der ETH Zürich. 4 definitorische Positionen: Otl Aicher, O.M. Ungers, Aldo Rossi, Miroslav Sik (Dabei insbesondere: a) der Ausgangspunkt im sozialen / landschaftlichen Milieu, b) die eklektische Methode der Anreicherung des Bedeutungsrepertoires.)

Paul Kahlfeldt        Gibt es Architektursprachen? Einführende Beispiele für "mimetische Interpretation" in der Architektur. Architekturgeschichte und eigene Arbeiten (P.K.).  Was ist "Architektur-Sprache"? "Sprachlosigkeit?" Andeutung einer architektonischen "Hochsprache" gegenüber Dialekten, Zufall, Abfall. Es gibt eine Sehnsucht nach "Sprache" mit der Artikulation von "Buchstaben, Worten, Strukturen, großer Form".

Wilfrid Jochims        Imitation und Simulation in der Musik. Vom Vogelruf bis zur virtuellen Tonmaschine. Die hohe Komplexität der Reize bei Tierstimmen, z.B. Vögeln. Hörbeispiele von Tier-Imitationen. Zur Interpretation Anmerkungen über die "innere Vorstellung" der Bezüge, die Entdeckung von "Themen". Neue Musik (Debussy, Messiaen) Imitationen 1., 2., 3. Ordnung. Überlagerung gestalterischer Ebenen der Komposition. Simulacrum-Begriff. Synästhetik von Farb- und Klangraum. Täuschungen. Arbeitsbeispiele von Stockhausen und Cage. Simulierte Kunsträume. Digitale Tonmaschinen. Arbeit im IRCAM, Paris.

Matthias Koch        Der Reichtum der Variation. Die fotografische Haltung in der Becher-Schule. Fotografie in der Kunstakademie Düsseldorf, Prof. Bernd und Hilla Becher sowie diverse Schüler. Beispiel-Gruppen: Wassertürme, Gasbehälter etc. Die Systematik zur "Variation des Immergleichen". Zu den kompositorischen Regeln der Präsentation.

Xu Yongmin        Seeking Floral Fragrance and Chasing the Wind. The Art of Chinese Painting. (In englischer Sprache) Zum Begriff "Natur" in der chinesischen Kunst. Über bedeutende Beispiele zur "Kosmos"-Lehre, wie sie in Kunstwerken erscheint. Anmerkungen zur YIN-YANG-Philosophie in der chinesischen Kulturgeschichte. Menschlicher Körper und Natur. Die Theorie des Konfuzius. Lao-Tse, das Nicht-Sein. Harmonie-Begriffe in der Architektur. Eigene Malerei (Xu) von 2009-2012.

(Preis: 8,90 €; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2011
Das Ungefähre Unscharfe Undeutliche 
- fast beinahe ziemlich
akademiereihe Heft 13

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Skizze einer Geschichte der europäischen Erkenntnistheorie (magisch-mythisch, rational, Wiederentdeckung der Welträtsel, Mystik usw. Phasen der Rationalisierung und der Romantisierung, die technische Weltrevolution) Bedeutende Darstellungen von "Unschärfe-Phänomenen" in Dichtung, Psychologie, Physik, Kunst, Leibphilosophie. Maximen für kreative Arbeit unter Einbeziehung der Unschärfe.

Thomas Schmitz        Der hellwach-träumende Blick. Poetische Konstrukte von Wirklichkeit in der deutschen Romantik. Die kunstgeschichtlichen Standard-Unterscheidungen (Romantik / Klassik). Eine Gedankenpromenade, Beobachtungen und Analysen. Die Sehnsucht nach Auswegen, Geheimnis, Steigerung der Realität, Liebe (Identifikation mit dem Ich) anhand von Novalis-Sätzen. Das Werk als parallele Welt zur Natur (Ph.-O. Runge)

Benedikt Stahl        Skizzieren als Andeuten-Tasten-Ideen umkreisen. Was ungefähr ein Bauchnabeltatoo sein könnte... Die Fülle der eigenen Skizzenbücher, Tagebücher, begleitender philosophischer Texte. Wahrnehmungsprotokolle. Ideenskizzen, zu Situationen passend, d.h. unscharf, aber "wahr". Die kultivierte Darstellung des Ich.
 
Jan Kolata        Das genaue Ungenaue. Jan Kolata im Gespräch mit Lena Schmidt. Unschärfe als Ideenpotential in Malerei und Fotografie. Die Schwierigkeit liegt im Begrifflichen. Unschärfe ist DAS Maler-Thema. Unschärfe als Mangel, als Täuschung, als Poetisierung. Die Unschärfe im Arbeitsvorgang: immer und überall.

Rebekka Reich        Szenographie als "Kunst der Andeutung". Eine Versuchsanordnung. Szenisches Gruppenspiel im Akademie-Kreis. Weg-Räume mit gehenden Menschen, Akteuren. Abwechslung von Handlung (Bewegung) und Diskussion (Begriffsfindung). Eigene Körpererfahrung der Teilnehmer. Elementarien der Gesten-Sprache.

Stephan Kufferath-Kassner
    Drahttuch. Die industrielle Entwicklung     technischer Schleier. Produkt-Information zu technischen Tuchen, die Gebäude verschleiern, bekleiden, geheimnisvoll verändern. Fa. Kufferath, Düren, produziert mit weltweit 600 Mitarbeitern SOLID WEAVE, WEAVE IN MOTION etc. Einflüsse der Gewebe auf Sicherheit, Schutz und Ästhetik der Gebäude.

Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur    Fragmentarisches Möbeldesign. Demonstration von Original-Möbeln durch die studentischen Entwerfer und Prof. Eva Filter. Phantasie-Möbel für einen Palazzo auf Sizilien.

René Harder        Die Irrationalität von Ausdrucksgesten. Über die Arbeit des Schauspielers. Was steckt in der Unschärfe, der Andeutung, den Hintergründen? Dichter verdichten. Aus der eigenen Produktion (einem Stück über Jakob Böhme, einer "Barock-Hochzeit, einer "Görlitz-Kopie" des hl. Grabes) Erfahrungen der kreativen, notwendigen Unschärfe.

Wolfgang Breuer        Das Ungefähre, Unscharfe, Undeutliche am Beispiel der Musik. Demonstration von Unschärfe-Phänomenen     der Musik 1.) am Beispiel der Kunst der Fuge von J.S.Bach in verschiedenen instrumentellen Fassungen. 2.) an Beispielen von Schönberg, Webern, Messiaen, Cage, Stockhausen. Unschärfe ist nicht Unzulänglichkeit oder Fehler, sondern strukturales Element.

(Preis: 8,90 €; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2010
Architektur und Ideologie
werkbundreihe Heft 12

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Definitorisch/etymologisch : idea und logos. Skizze einer Geschichte der Ideologien. 3 politische Ideologie-Stränge (Freiheit: ich!, Gleichheit: wir!, Geschichte bewahren!). Religiöse Ideologien. 3 pragmatische Ideologien (Ökonomie, Technik, Ökologie) Ideologische Grundforderungen der    Gesellschaft. Architektur und Ideologien. Symbolsprachen. Transport der Symbole. Gegenwart.

Gregor M. Rutrecht        Ideologie in der Lehre. Voraus-Definitionen: Ideologien des Verstandes und des Bauches. Beispiel-Ketten. Eigene philosophische Annäherung in der Lehre. Persönliches Bekenntnis. Architekturlehre muss Beziehungslehre sein. Einmaliges, persönlich verantwortetes Erlebnis als Basis (Rationalität / Emotionaliltät / Erfahrung / Erinnerung usw., ganzheitlich und situational.)

Knud J. Ehm        Raumbegriffe und Modelldenken im Kontext ostasiatischer Traditionen. Erfahrungen aus der Huang-Universität Seoul, Süd-Korea. Vergleichs-Schemata Asien: Europa. Kulturelle "Ideationen" durch Worte. Bilder der Großstadt als Animationen.

Julian Meisner        Was ist "zumutbare" Architektur? Studenten-Eindrücke aus der Alanus-Hochschule Alfter. Historische Beispiele für Architekturen und Lebensformen. Zumutbarkeit unter den Aspekten von Schutz, Funktionalität (Brauchbarkeit), Gestaltung und kultureller Erwartung. Über ideologisch geprägte Architektur: z.B. faschistische.

Walfried Pohl        Die Ideologie der Manschinenästhetik und ihr Umfeld Ideologie= Idealisierung eines Interesses. Beispiel: das Thema "Wand" in der frühen Moderne. Über Loos, Muthesius, Le Corbusier, Out, Wachsmann und Gegenwart-Architektur. Die Rolle der Musterbücher. Werkbund-Ideologie. Erwartungen an die Gegenwart z.B. bezüglich Wahrnehmbarkeit von Ornament und Muster bei der Flächenästhetik.

Roland Günter        Anthropologische Grundlagen - eine Herausforderung. Es gibt keine festen "Wahrheiten". Gibt es "Grundtatbestände"? Was leistet "anthropologisches Denken", was soll es leisten? Historische Beispiele zur menschlichen Gestalt, zum Nahraum des Menschen, zur Verarbeitung konkreter Situationen. Positive Beispiel der Gegenwart-Architektur. Atmosphären! Reichhaltigkeit im Sinnlichen! Erinnerungen festhalten! Eine neue Konzeption der Denkmalpflege!

(Preis: 34,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2009
Architektur als Sehnsucht
akademiereihe Heft 11

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Architektur nicht als Objekte -, sondern als Ideenwelt. Die Sehnsucht nach Vergangenheit: bewahren! Die Sehnsucht nach Zukunft: Möglichkeiten, Utopien! Begriffe, Definitionen dazu. Hegel, Husserl, Hegel, Cassirer, Proust, Bloch. W.M. ein "Manifest".

Maike Häber        Berühmte Sehnsucht-Bauten, damals und heute. Diplomarbeit Detmold. Gedanken-Anstöße zu "Sehnsucht-Orten". Die gestillte, die ungestillte Sehnsucht. Beispiele für "theaterhafte Szenierien". Die individuelle, die kollektive Sehnsucht.

Manfred Osten        Sind wir eine Gesellschaft des Vergessens? Digitale Speicher und die Erosion des kulturellen Gedächtnisses. Erinnerungskultur, definitorisch. Die auf Gedächtnis gestützte Urteilskraft (Goethe). Die Erosion des kulturellen Gedächtnisses heute. Bemerkungen zur Hirnphysiologie, zum notwendigen Training der Gedächtniskultur.

Bertolt Mohr
        Alt-ob-Phänomene in der Wahrnehmung. Spiegelungen, Illusionen, insbesondere in der Kunst. Vier Darstellungsebenen. Selbstdarstellung: Performance (Erleben, Wahrnehmen, Erinnern), Als-ob-Phänomene, Bildserie mit Perspektiven, Verzerrungen, Verwandlungen der Wahrnehmung. Demonstration von Atelierarbeiten B.M. (Einführung Eva Filter).

Mathias Hirsch        Das Haus - Symbol für Geburt und Tod,     Freiheit und Abhängigkeit. "Wenn das Haus fertig ist kommt der Tod." Eigene Therapie-Erfahrungen des Arztes und Psychologen. Das Haus-Motiv. Seine Ambiguität, seine Symbolik: das Erfreuliche und das Bedrohliche.

Andreas Fritzen        Idealstädte. Mittelalter, Renaissance, Moderne. Machtspiegelung, Symbolik, Modell-Charakter. Atelierversuche (A.F.) zu einer Symbolsprache für China (CHANGLIN) Verständnis-Konflikte bei einer fremden Kultur.

Martin Ludwig Hofmann    Andere Räume - Sehnsuchtort Dubai zwischen Shopping-Mall und Panoptikum. Zu Rem Koolhaas´ Theorien und Umnutzungsprojekten. Was ist ein "anderer" Raum? Räume mit Phantasmen aufladen (Michel Foucault)! Zu den Begriffen "Utopie" und "Heterotopie". Mike Davis: Dubai als "monströse Karikatur". Die Kurzlebigkeit der Planungsprozesse. Die Kultur der Selbstironie. Rem Koolhaas: "Fuck Context". Eine Kultur des Konsums.

Marco Hemmerling    Architektur, Computer, Spiele - Über die Verbindung spielerischer, architektonischer und digitaler Motive.Zur Geschichte des Computers, der digitalen Revolution 1985 - 2008. Die 1-, 2- und 3-dimensionale Darstellung. Siegfried Giedion zur 4. Dimension "Zeit", Gerhard Schmitt zur Information als 5. Dimension der Architektur. Architektur als Prozess. Architektur und Spiel. Das Gehirn als Ort der Erlebnis-Erzeugung. Virtuelle     Realität.

Thomas Wagner        Sehnsucht in der Gestaltung. Die Bezüge von Manga und Anime zu Design und Architektur. Japanische Cartoons. Über systematische Studien im Studiengang Virtual Design der Fachhochschule Kaiserslautern. Historische Vorspiele seit 1971, neue und neueste Entwicklungen. Wirkungen auf Architektur und Filmarchitektur. Anpassungsfähige Maschinen. Gigantismus (Godzilla). Beseelte Roboter.

(Preis: 34,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2008
Ewigkeit und Augenblick
- Die Architektur und die Zeit
akademiereihe Heft 10

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Grundphänomene/Grundbegriffe zu "jetzt und hier". Die Schwierigkeit der Zeit-Darstellung. Konstrukte der Kulturgeschichte zum Leben nach dem Tod, dem Weltenanfang, dem Weltende. Philosophische Entwürfe der Zeit-Darstellung (Orient, Parmenides, Plato - Bergson, Merleau-Ponty, Virilio). Architektur als Archiv der Zeit. Langsamkeit, Beschleunigung. Architektur in Bewegung. W.M. in Daidalos, Von der Unmöglichkeit, Zeit im Raume darzustellen.

Peter Foos        Zum Zeit-Begriff philosophisch. Kronos und Kairos. Griechische und andere Denkfiguren. Der Wechsel im philosophischen Interesse an der Zeit-Darstellung. Die Notwendigkeit der Artikulation von Begriffen zur "Fraglichkeitsnatur" der Phänomene. Verschiedene Denk-Traditionen. Kairos im XX. Jahrhundert. Poetisches.

Roland Günter        Grundlagen einer neuen Denkmalpflege. Das Bewahren des "hohen Augenblicks" als gesellschaftliche Aufgabe. Der Kampf um eine neue Denkmalpflege. Anklage gegen Ignoranten. Einzelbeispiele. Forderungen. Die Würde unserer existenziellen Situation nur durch Überwinden der "Wegwerf-Struktur"!

Johan Frederik Hartle    Zeitgeist, yet to come. Last und Herausforderung gestalterischer Gegenwart. Definitorisches zu "Zeitgeist" als genius seculi, als Volksgeist, als Ausdrucksgestalt eines historischen Moments. Die Sehnsucht nach Ewigkeit. Das "Aufheben" der Zeit. Möglichkeitsdenken bei Marx und Engels. Zeitlichkeit bei Adorno, Derrida. Die "geöffnete Zeit der Geschichte". Beispiel La Villette, Tschumi.

Hans Martin Scholder    Damit die Zeit nicht stehenbleibt. Bühnenarbeit mit "Zeit". Biographisches, Definitorisches. Das Theater als Ort für Zeit-Experimente. Beispiele eigener Theater-Arbeit (Freiburg, Straßburg, Darmstadt, Moskau etc.)

Ulrich Nether        Architektur für die flüchtige Zeit. Was heißt "flüchtig"? Aspekte der Wahrnehmung. Differenzierung von Zeit-Typen in der Architektur. Gedanken zum Lebens- / Nutzungs-Hintergrund. Der Architekt als "surfer" in der Zeit. Ermöglichungsräume schaffen! Bauten von der Wirkung her verstehen, nicht als "Dinge".

Christoph Janiesch
        Räume für 30 Sekunden. Filmarchitektur im Werbe- und Spielfilm. Produktionsabläufe. Beispiele: "Raumschiff", "Citroen". Biographie Ken Adam, Artdirector. Der Film, ein flüchtiges Medium.

Ulrike Kerber        Ewigkeit und Augenblick. Die Architektur und die Zeit. "Architektur für den dauernden Aufenthalt von Menschen", was ist das? Kein Raum ohne Zeit-Struktur, ohne Spuren von Vorgängen, Bewegungen. Das Lesen von Räumen als Decodierung von Erlebnis-Möglichkeiten. Weg-Räume, Animationen. Die Schwierigkeit der Darstellung.

Georg Verhas        Die Ewigkeit im Augenblick. Wie die französische Gartenkunst die flüchtige Zeit anhält. Philosophische Vorstellungen. Der Garten als Medium. Die Erfindung der Natur. Kunstverständnis im Barock. Das Finden der Regeln. Natur als ideales Konstrukt. Die Analyse des Gartens Vaux de Viconte als "Lesebeispiel" für die Denkvorgänge am französischen Hof.

(Preis: 34,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2007
Architektur als Bühne
akademiereihe Heft 9

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Der Mensch lebt ekstatisch! Das Selbst / der andere. Sich Zeigen. Von den Rig-Veda zu Joseph Beuys: sich entwickeln und das Andere einbeziehen. Formen der Ekstase-Kulturen. Körpergesten, Sprache, künstlerische Arbeit. Das Organon-Modell von Karl Bühler. Versuch einer Typologie der architektonischen Bedeutungsfelder: Architektur als Leib-Korrespondenz, als soziale Bühne und als Museum.

Benedikt Stahl u. Niklaus Fritschi    Die Stadt als Bühne. Stahl: ein Erfahrungsbericht als Collage. Skizzen     phänomenologischer Beobachtungen. Die Stadt als Theater. Fritschi: 4 Düsseldorfer Plätze und Erfahrungs-Situationen. Die Vorgänge des Machens. Jeder Mensch hat ein Grundrecht auf     Schönheit!

Werner Ruhnau u. Elisabeth Stelkens        Heiliges Würfeln. Biographisches aus einem reichen Theaterbauer- und -Spieler-Leben. Begegnungen mit Jean Tinguely, Yves Klein usw. Literarische Basis: Johann Huizingha, Der Ursprung der Kultur im Spiel. Ein spontanes Würfelspiel im Kreis der Akademie. Die Entdeckung der Regeln, der Figuren, der Spieler-Charaktere.

Gregor M. Rutrecht
        Schöner Schein. Kitsch und Klischee in der Architektur. Demonstration und Analyse zum Video Corinna Schmitt, Persiflage auf den "Alltag". Erste definitorische Versuche, Bericht über "Kitsch"-Phänomene verschiedener Art. Wege zu einer zukünftigen Erziehung. Maximen, Selbstbekenntnisse.

Angela Krewani        Die Bühne im Film. Typologie der Theaterbühnen, Filmbühnen, Fernsehfilmbühnen. Der artistische     Umgang mit Illusionstechniken. Experimentelle Versuche der Gegenwart, Lars v. Trier, Peter Greenaway usw.

Thomas Schleper        Das Museum als Bühne der Bildung. Auf den Schultern von Immanuel Kant: 2 philosophische Kronzeugen für "Bildung" - Friedrich Schiller (Briefe zur ästhetischen Erziehung...) und Gernot Böhme (Atmosphären...) Der moderne Mensch zwischen dem funktionalisierten, technisierten und dem Leib-Menschen mit seiner konkreten Sinnlichkeit. In diesem Spannungsfeld die Pädagogik des Museums. Performances etc.

Gabriele Oberreuter    Poetik der Erinnerungsräume. Beginn in der vorgeburtlichen Welt. Versuch kaum ansprechbarer Bedeutungsfelder durch Künstler: Leonardo da Vinci, Hieronymus Bosch, Louise Bourgois. Die Arbeit ohne Worte. Das Heraufbeschwören der Urgefühle. Das Tasten nach Stimmungen und die Suche nach einfachen symbolischen Zeichen.

Jörg U. Lensing        Architektur als Inspirationsquelle für szenografische Entwürfe. Skizze der historischen Entwicklung des Theaters. Kreative Versuche der Gegenwart,
z.B. www.bouffes-du-nord.com, www.theater-der-klaenge.de. Vorführung eigener Arbeiten: 3 Sound-tracs.

Stefanie Bürkle        Die Stadt als Bühne, Architektur als Szenografie. Thesen zu Bühne und Stadtraum. Festivalisierung der Stadt. Berliner Beispiele. Die Magie der Oberflächen, Werbung,Verführung, Missverständnisse. Die Haut des städtischen Raumes. Die Stadt als Themenpark. Touristische Szenerien. Simulationen.

Karsten K. Krebs        Der Fall des Erhabenen. Das Erhabene als das gesteigerte Schöne. Das Komische als eine Demontage des Erhabenen. Das Staunen. Kultur will Abgrenzung, Eingrenzung. Das Erhabene ist schrecklich. Pathos der Distanz (Nietzsche). Das     Provokative, die Verfremdung. Beispiele: Andrea Palladio, Karsten K.Krebs.

Rudolf Heinz        Brücke und Hysterie im Streitgespräch.    Körperexpression und dingliche Umgebung. Anmerkungen zu Architektur und Hysterien. Die Störung des dialektischen Verhältnisses menschlicher Leib / dingliche Umgebung. Analyse des "hystericos" als Darsteller, Zuschauer, Bühne. Auch Architekten als Todestrieb-Therapeuten. Zur Sprache des Lebens gehört der Raum.

Karoline Butzert        "Raumkleid" - ein Verwandlungsraum. Diplomarbeit F.H. Detmold. Vier Grundphänomene des interaktiven Raumes: Innen / Außen, Silhouette, "Retro" und Graphik.

(Preis: 34,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2006
Architektur im öffentlichen Bewußtsein
akademiereihe Heft 8

Überblick

Wolfgang Meisenheimer 
   Definitorisches zu "ich, selbst, du, wir, der andere". Zur Entwicklung der Raumanschauung bei Kindern (Piaget). Die 4 Lebensphasen: Raum-Angebote der Architektur. Über die Balance diätetischer / funktionalisierter Leib / natürlicher Leib.

Christoph Zöpel        Architektur und Politik. Die gebaute Umwelt im öffentlichen Bewusstsein. Drei Theorie-Positionen. Die 2 Hauptzwecke des gesellschaftlichen Handelns: ökonomische und kulturelle. 3 kollektive Grundbedürfnisse: Sicherheit, Steigerung und Verteilung des Wohlstandes. Exkurs: Politik-Begriffe historisch. Lob auf das Baugesetz. Ausblick.

Hans Hoorn        Stadtplanung mit Qualität. Ein Beispiel aus den Niederlanden. Über Qualitätsmanagement (insbesondere in Maastricht). Katalog der Forderungen. Katalog der Mittel zur Korrektur: das Visionäre und das Alltägliche. Die "Erfindung" von Methoden.

Tomas Riehle         Architektur und Fotografie. Grundsatz-Thesen zur Fotografie, die die Struktur des architektonischen Raumes knapp, präzise und "schön" zu formulieren / nachzuformulieren habe. Pragmatische Statements: Keine Architektur ohne Fotografie! Erst über Bilder wird Architektur kommunizierbar. Selbstverständlich: Fotografie ist NICHT "objektiv"; sie stellt vielmehr die Idee der Architektur dar.

Heinz Rölleke        Architektur in Sage und Märchen. Die alten Wort-Darstellungen von Sagen und Märchen von Erwachsenen für Erwachsene/für Kinder. Märchen sind kurz und einprägsam. Märchen-Legenden-Sagen. Bespiele für Architekturmotive in Märchen.

Thomas Schriefers        Was bleibt? Erinnerungen an Architektur, die für den Abriss gebaut wurde. Vom Bewusstsein historischer Dimensionen. Das Dauerhafte als Hemmnis. Architektur als Programm, als Ort der Verführung, als erzieherischer Topos, als Werbung, als Konsum-Monument. Architektur zur Wissensvermittlung, als Fun-Ereignis, als Ort der politischen Manifestation, der Kommunikation, der Selbsterfahrung. Festarchitektur. Orte der Sehnsucht.

Roland Günter        Welche Öffentlichkeit hat der Werkbund seit 1907 angesprochen? Und welche Öffentlichkeit hat er geschaffen? Übersicht über historische Werkbund-Aktivitäten. Die     komplexe Öffentlichkeit. Das Ausbildungswesen. Die Werkstätten und Industrien. Die Presse, die Publikationen. Zu den Werkbund-Inhalten. Höhepunkte bei Walter Gropius, Peter Behrens. Gegenwart-Tendenzen.

(Preis: 34,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2005
Zwischen Innen und Außen
akademiereihe Heft   7

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Grundpositionen des Denkens -  philosophisch, biologisch, psychologisch und bezüglich der Artefakte. Enge und Weite als gestische Ur-Empfindungen des     Menschen. Der architektonische Raum mit Innen und Außen. Historische Annäherungen. Aktuelle Positionen.

Sharon Chung Klatte
    Inside and Outside. Crossing Cultural Borders. (in engl. Sprache.) Vorläufige Definitionen der Begriffe "Passage, Grenze, Poché, Ort, Weg usw." Erfahrungen im amerikanischen, islamischen, holländischen, koreanischen, deutschen Kulturraum. Tiefenpsychologische Dimensionen. Versuche einer Typologie. Die Sehnsucht nach der "anderen Seite."

Peter Foos        Die Falte als Kipp-Phänomen  mit Außen-Innen-Übergängen. Weiterentwicklung von Gilles Deleuze´ Falten-Theorie. Falten als Übergangselemente. Das Dazwischen.  Neue Begriffe müssen auf neue Situationen eingestellt werden. Situationen sind eher "Heterogenen-Gefüge" als "Sachverhalte".

Benedikt Stahl        Das Schwellenerlebnis. Ein architektonisches Urphänomen. Begriffe und Phänomene: Schwellen. Das Kaleidoskop der Darstellungsmittel. Herausschälen von typologischen Grundformen. Einzelanalysen. Die Schwelle als persönliches Erlebnis.

Gerhard Vinken        Grenzen-Schwellen, Zonen-Inseln. Städtebauliche Erfahrungen insbesondere beim Forschungsprojekt Basel. Das Vokabular der topologischer Grundbegriffe (nach Piaget). Beispiel mit Nuancen. Schicksals-Qualitäten. Heimat, Vertrautheit, Nachbarschaft usw.

Gregor M. Rutrecht        Fenster und Türen. Das erotische Spiel an der Haut des Baukörpers. Raum, offen und besetzt. Ebenen der Realisierung. Der Gestaltbegriff, Handlungszusammenhänge. Eros als Erlebnis der Grenzauflösung. Alle Sinne. Gebärden der Anziehung, der Abstoßung. Das Angebot des "inneren Raumes".

Eva Filter            "Die Frau herrscht innen, der Mann außen." Die älteste soziale Besetzung der Wohnarchitektur. Rollenverständnis historisch und aktuell in Kunst- und Architekturgeschichte. Bewertungen, Phänomene, Modelle. Machtgefüge. Jedes Geschlecht ist radikal ergänzungsbedürftig. Wie kommt das Innere ins Äußere? Experimente. Neues Denken.

Kazuhisa Kawamura    Die Verwandlung des "Außen-Innen-Denkens"  in der japanischen Architektur. Einführung. Beispiele zu Ando, Ito, Sejima, Ban etc. Japaner wollen immer draußen sein. Nicht-eindeutige Definitionen. Die eigentümliche Sprach-Struktur. Das In-der-Natur-Sein. Die Bestimmung der gesellschaftlichen Systeme durch Handlungen - eher als durch gegenständliche Formen.

(Preis: 29,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2004
Körperverlust und architektonischer Raum
akademiereihe Heft 6

Überblick

Wolfgang Meisenheimer 
   Blick zurück: die unversehrte Ganzheit des Körpers als Inbegriff der (geordneten, schönen) Natur. Erste Zweifel: Effigienbilder, Romantik, Barock, frühe Moderne. Das Unheimliche, Brüchige. Die Philosophie des l´homme machine. Gegenwart: der manipulierte Körper. Neue Leib-Philosophien.

Rudolf zur Lippe        Leib und Raum. Übungen und Gespräche. Gestik des Leibes: Handlungszusammenhänge. Skepsis gegenüber der Imitation, der Abbildung des Körpers. Statt dessen: Spannungsfelder mit Resonanz-Merkmalen! Energie-Übertragung als "Ausdruck".  (In der Gruppe: das "Steine-Spiel".)

Roland Günter        Die menschliche Dimension.     Anthropomorphe Gestaltung. Architektonische Körper-Bilder.. Beispiel Eisenheim. Das Menschliche in sozialpolitischen Handlungen. Die Selbstverwirklichung der Gesellschaft.     Kämpferische Strategien. Werkbund-Arbeit. Empfehlungen: Einzelbeobachtung von Lebenssituationen, konkrete Erfahrung, statt Entwerfen nach normativen Reglements, rationalen Methoden und Statistik.

Detlef Zilles        Bodybuilding, praktisch. Das gewerbliche "Schönheits-Training", seine Strategien, Methoden, Techniken, Ergebnisse...

Eva Schons        Räume für Badekultur. Römische Bäder. Islamische Bäder. Japanische Bäder. Typologien, Ideologien, Grundrisse. Wie unterstützt die Architektur die jeweiligen kulturellen Haltungen?

Janine Kulbrok        Einhüllen - Enthüllen - Verhüllen. Einführung: Darstellung der Phänomene. Die Tricks der Mode. Große Gegenwart-Designer: Yohji Yamamoto, Rei Kawakubo, Issey Miyake. Zur Theorie der Hüllen.

Anna Blume        Leib, Raum und Fläche. Zur Phänomenologie der Leib-Räumlichkeit bei Hermann Schmitz. Die Verwobenheit des Leiblichen mit dem Räumlichen. Das "Flächensehen" als Vehikel zur Distanzierung von den leiblichen Regungen, während das Riechen, Hören usw. leibkommunikative Verstrickungen liefert. Skizze der Lehre von Hermann Schmitz. Die notwendige Verbindung von Ding und Selbst in Erlebnissituationen. (Vermeidung des "blanken Objektivismus" des architektonischen Ausdrucks.)

(Preis 29,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2002
Die Architektur und das Organische
akademiereihe Heft 4

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Definitorische Grundbegriffe. Die Architektur und das Organische. Geschichtliche Vorspiele. Antike, Mittelalter, Revolutionsarchitektur, Romantik, frühe Moderne, klassische Moderne, Gegenwart. Ökologie als Arbeitsprinzip. Das Organische als Denkschema. Das Organische als Bild-Ideal.

Uwe Heinlein
        Das Organische in Biologie und Chemie. Definitorisches aus der anorganischen / der organischen Chemie. Das Organische als Produkt des Stoffwechsels von Lebewesen. Z.B. Gonaden-Entwicklung.

Rudolf Heinz        Todesbeschwörung, philosophisch und psychopathologisch. Die verhängnisvolle Geschichte der "Lebensphilosophie". Zum Begriff des "Organischen". Seine magische Aufwertung. Blut und Boden. Phobien. `Das Risiko des Biomorphismus.

Günter Feuerstein
        Architektur als "Wesen". Anthropomorphie Architektur- zoomorphe Architektur. Vorbemerkungen zum magischen Naturwahrnehmen / Naturdenken. Die Rolle des menschlichen Körpers. Bildanalogien. Das Androgyne. Zoomorphe Phänomene. Beispiele, Comics.

Nikolaus von Kaisenberg    Bauen mit Wärme als Gestaltungsprinzip. Grundideen von Rudolf Steiner und anthroposophische Philosophie. Information über anthroposophische Einrichtungen, historische und aktuelle. Schemata zum Leib-Seele-Geist-Zusammenhang. Ganzheitsdenken. Das Interesse an einem "erweiterten Funktionalismus".

Axel Simon        Häuser für das biotechnische Zeitalter.    "Reise nach Wolkenkukucksheim"  Finsterlin, Greg Lynn, Ben Berkel,     Eisenman. Das Spiel mit Begriffen. Die mühsame Suche nach passenden Anschauungsformen.
 
Niels Jonkhans        The friendly alien. Der Entwurf des Kunsthauses Graz. Die Entstehungsgeschichte eines Projekts (mit Peter Cook). Die Bild-Faszination des "Organischen". Nicht-organoide Denkschemata. Der Wechsel zwischen Phasen der kreativen Bildfindung und der mathematisierten Bearbeitung.

Hans Günter Hofmann    500 Jahre Erfahrung beim Aktzeichnen. Historische Beispiele. Eigene pädagogische Erfahrung. "Man zeichnet, was man versteht."

Ursula Ringleben
        Die freie Form. Die Architektur und das     Organische. Die gewachsene / die geplante Stadt. Typologische Motive im Städtebau. Architektur und Natur. Das zelluläre Wachstum. Space-Formen, futuristische Strukturen. Die Maximen zum Handeln sind wichtiger als die Sammlung der Formen. Architektur sollte pluralistisch und situationistisch sein.

Walfried Pohl        Das neue Grüne Bauen und die Moderne. Historische Vorformen. Die kurzlebige Architektur mit selbsttragendem Pflanzengerüstbau. Pflanzgerüste. Eigene Erfahrung bei der EXPO 2000. Modell-Anlage in Bonn.

(Preis: 29,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2001
Die Architektur als Szenerie des Gefühls
akademiereihe Heft 3

Überblick

Wolfgang Meisenheimer    Definitorische Annäherung. Innenleben / Außenwelt. Wahrnehmungen / Vorstellungen / Ideen / Wünsche / Intentionen / Gefühle. Handlungsfeld / Spielfeld. Skizze der Geschichte der europäischen Philosophie. Skizze der Geschichte der Psychologie als Theorie des Gefühls. Gefühl und Atmosphäre im elektronischen Zeitalter. Thesen gegen die totale Rationalisierung.

Peter Foos        Wahrnehmung, Vorstellung, Empfindung. Stadien der Erkenntnis. Zu Erkenntnis und Wahrnehmung bei Plato, Valéry und Wittgenstein.

Wilfried Korfmacher    Werbewelt. Die systematische Überlistung des Sympathiegefühls. Kommunikation als Persuasion. Arbeitsbeispiele, Strategien.

Karsten K. Krebs        Aufstieg und Abstieg in der Philosophie. Eine Erörterung des Erhabenen. Beim Erhabenen stimmen Sinnlichkeit und Vernunft nicht zusammen. Beispiele zur Postmoderne: die Auflösung des Erhabenen. Die gemischten Gefühle.

Petra Maria Meyer        Stimmen, Stimmungen und Atmosphären. Medien der Affektivität im Gegenwartstheater. Die Kultivierung der Gefühle. Bühnensituationen. Der Körper des Schauspielers. Die Kontrolle der Affekte durch Medien. Historische Varianten. Gebärde und Sprache als Spiel. Atmosphären, die gefangen nehmen.

Ralph Wörzberger 
       Ingenieurarbeit zwischen Emotion und Ratio. Hochschularbeit bei der FH Düsseldorf. Gefühl und Wissen. Entwicklungsprognosen zur Arbeit mit Emotion und Ratio. Das modular vorbereitete Wissen und seine individuelle Kombinatorik. Zur Arbeitsmethodik in Hochschulen.

Clara Saal
        Die wechselnde Suche nach Räumen der Intimität. Die Einfühlung in Personen. Die Suche nach Atmosphären. Das Persönliche und die Dinge. Gibt es Intimität? Die persönliche Erfahrung. Arbeitsbeispiele.

Hermann Schmitz        Der erlebte und der gedachte Raum. Vorstellungsweisen zu "Raum". Leib ist nicht gleich Körper. Gefühle als "Halbdinge". Z.B. Weite und Enge. Bewegungssuggestionen. Brückencharaktere. Die Kultivierung der Gefühle im umfriedeten Raum, beim Wohnen. Die flächenlosen "Leibesinseln". Das perzeptive Körperschema. Einführung in Grundbegriffe der "Neuen Phänomenologie".

(Preis: 29,95 € -Sammelband-; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 2000 
Architektur hören / Architektur tasten
akademiereihe Heft 2

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Der größte Teil unserer Wahrnehmung ist "funktionalisiert", d.h. an Zweckvorgänge gebunden. Daneben gibt es die komplexe Welt des Leibes, seine elementare, ganzheitliche Wahrnehmung,  "Erkenntnis" in der Sinnenwelt. Phänomene synästhetischer Art. Handlungszusammenhänge. Grundlagen physiologischer, entwicklungspsychologischer und kultureller/historischer Art.

Jörg U. Lensing         Die Ohren/das Hören (Grundlagen). Ton im Raum. Grundlagenvermittlung zum Hörraum. Ohr-Physiologie. Vorgänge der Selektion, Beifügung, Erinnerung durch den "denkenden Leib". Hörbeispiele, Videos.

Jörg U. Lensing
        Auditorium als Resonanzkörper. Erzeugung von (künstlichen) Hörräumen in Verbindung mit / jenseits von "natürlichen Hörräumen". Gebäude-Typologie zu Auditorien. Grundphänomene zur Klang-Kommunikation.

Thomas Neuhaus
        Zu "Raum" in elektroakustischer Musik. Theorie und Konzert mit elektronischer Musik (Folkwang-Hochschule Essen -mit Jörg U. Lensing). 4-Kanal-Anlage.

Axel Simon        Sinnliche Wahrnehmung im Zeitalter des Cyberspace. Die überbordende Geräte-Entwicklung. Arbeitsbeispiele aus Architektur, Film, Literatur. Der Leib als Gerät. Die philosophische Umkehrung des Wirklichkeitsbildes.

Eva Filter            Material und Raumgefühl. Die Tiefe der Oberfläche- die Haut der Dinge. Wahrnehmung als Selbsterfahrung des Leibes. Innenraum-Phänomene. Arten von Raum-Wahrnehmung. Die Oberflächen als "Speicher" der Erinnerung. Das Bekleidende / das Bekleidete. In der Oberfläche: das Wesentliche.

Kuzuhisa Kawamura    Wahrnehmungen im Teeraum. Japanische Raumerfahrungen, insbesondere der Teeraum. Teeraum-Zeremonien als Gesamtkunstwerke. Zum "Natur-Verständnis" der     Japaner. Heilige Bereiche, Magisch-Mythisches. Die "Darstellung" der Natur.

Marlies Grüterich        Resonanz als Lebensprinzip.  Anthropologie der Künste. Die bildnerische Resonanz. Bedingungen der Wahrnehmung. Konditionen, ideale Strukturen. Resonanz-Übertragung von bildender Kunst / Architektur auf Menschen.

(Preis 8,90 €; zzgl. Versand)

Werkbund-Akademie 1999
Die Architektur und das Auge
akademiereihe Heft 1

Überblick

Wolfgang Meisenheimer
    Einführung in das Denken über Raum und Zeit bei der Wahrnehmungserkenntnis. Die grundlegenden Phänomene im Sehraum. Die Aktionen des Leibes als Erkenntnisvorgänge. Die Architektur und das Auge. Historischer Abriss der Begriffsgeschichte. Was ist (heute) zu tun?

Otto Schärli            Nicht nur die Fernsinne...  Leben als Austausch von innen und außen. Das Meditationsrad von Bruder Klaus. Selbsterfahrung  nicht-sehend: Gruppen-Erlebnis in der Krypta von Kloster Rolduc. Austausch überraschender Erfahrungen.

Susanne Annen
        Kunst als Irritation des "natürlichen Blicks". Gibt es das, den "natürlichen Blick"? Vorwissenschaftliche Definitionen. Die Künstler weichen ab vom "natürlichen Blick" und entdecken Strukturen des "inneren Auges".

Paul Good
            Mit den Sinnen denken ... am Beispiel von Alberto Giacometti und Maurice Merleau-Ponty. Die Denkebene Merleau-Ponty. Denken ist nicht hinter den Sinnen, sondern darin, damit verquickt. Der Begriff des "Nicht" bei Giacometti. Die Philosophie von Jacques Deleuze. Der Differenz-Begriff.

Wolfgang Meisenheimer
    Grundrisse und Ansichten, diese verhängnisvollen Bilder! Architektur ist nicht eigentlich Objekte-Welt, vielmehr Korrespondenz Leib-Welt.  Die Schwierigkeiten der Darstellung dieser Korrespondenz. Skizze einer Geschichte der Architekturdarstellung.

Arnold Wolff
            Das Auge Gottes. Der Kölner Dom als die vollkommene Kathedrale und seine Vorbilder in der Ile-de-France. Sulpice Boisseré, der Vordenker. Der Weg der Gotik aus Frankreich nach Köln. Lernvorgänge bei der Übertragung der Erfahrungen. Entwicklungsstufen. Ideale: das Streben nach der einheitlichen Gestalt, nach Vertikalität und die symbolische Abbildung des himmlischen Jerusalem.

Peter Degen
            Vorspiegelung wahrer Tatsachen. Collage City - davor und danach. Die Ideenwelt von Colin Rowe und Fred Koetter. Beispiele einer neuen Moderne durch Collage. Prinzipien einer neuen Gestaltung.

(Preis: 8,90 €; zzgl. Versand)


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