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Werkbundakademie 2010

ARCHITEKTUR UND IDEOLOGIE
Sind Ideologien hilfreich oder verhängnisvoll?
Werkbund-Akademie vom 28. bis 30. Mai 2010 Der Deutsche Werkbund Nordrhein-Westfalen lädt zu seiner Akademie 2010 ein! Kommen Sie zum Schloß Gnadenthal! Genießen Sie ein Frühlingswochenende im Park Gnadenthal bei Kleve im interdisziplinären Gespräch! Das Thema heißt: „Architektur und Ideologie“. Ideologien sind Systeme von Ideen, Ideengebäude, Ideenzusammenhänge, die im sozialen, religiösen, wissenschaftlichen und alltäglichen Zusammenhang benutzt werden, um die Machtposition bestimmter gesellschaftlicher Gruppen zu definieren und durchzusetzen. Architektur und Design sind Tag für Tag ideologischen Zwängen ausgesetzt, ob dies nun förderlich oder hinderlich ist. Die Akademie versucht, die Strukturen und die Inhalte solcher Denksysteme aufzudecken und Auskunft zu geben über ihre Entstehung, die Geschichte ihrer Wirkungen und Strategien von Architekten, Designern und Künstlern, mit ihnen zu leben. Eingeladen sind alle Kollegen des Werkbundes, zugleich aber alle am Thema und am Gespräch interessierten Architekten, Innenarchitekten, Designer, Künstler, Wissenschaftler und Studierende! Die Akademie findet unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer seit 30 Jahren (früher als „Wochenendseminare zu ausgewählten Fragen der Architekturtheorie“) statt.

Freitag, 28. Mai 2010
10:00 Uhr Anreise Schloss Gnadenthal
11:00 Uhr Eröffnung der Akademie, Einführung in den Themenkreis. Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer dwb (Düren). Die Einführung in den Themenkreis bringt einen ersten Überblick über die gemeinten Phänomene. Im Mittelpunkt stehen historische Definitionen des Begriffs Ideologie und eine Anleitung zum heutigen Verständnis. Insbesondere: wie können die praktizierenden Architekten, Designer und Künstler unserer Zeit mit ideologischen Zwängen umgehen?
12:30 Uhr Mittagessen
14:00 Uhr Ideologien in der Lehre. Prof. Gregor M. Rutrecht dwb (Aachen, Architekt, Designer, FH Kaiserslautern). Welche Rolle spielt ideologisches Interesse beim Lehren und Lernen an den Hochschulen? Erweist es sich als förderlich oder verhängnisvoll, brauchbar, notwendig oder hinderlich? Keine konkrete Arbeitssituation, kein kreativer Vorgang, kein Entwurf und keine Lehre ist unabhängig von ideologischen Zwängen, erst recht nicht, wenn der Bezug zur Praxis Ernst genommen wird. Das gilt auch für die Arbeit an Hochschulen.
16:00 Uhr Kaffeepause
16:15 Uhr Raumbegriffe und Modelldenken im Kontext ostasiatischer Traditionen. Prof. Knud J. Ehm (Architekt, Seoul, Hanyang-Universität). Ideologien sind kulturspezifisch. Sie bilden das Denken der Menschen in bestimmten Kulturlandschaften ab. In Asien z.B. verbindet man andere Vorstellungen mit dem Begriff „Raum“ als in Europa. Ohne Bezug zum Raum gibt es kein Leben, kein anschauliches Denken und keine Möglichkeit der Produktion von Umwelt. Deshalb sind Raumbegriffe von elementarer Bedeutung für die kulturelle Entwicklung der Menschheit. Es ist notwendig zu zeigen, daß die Konzeption der Raumbegriffe allerdings von Traditionen in bestimmten Kulturlandschaften abhängig ist.
18:30 Uhr Abendessen

Samstag, 29. Mai 2010
8:00 Uhr Frühstück
9:00 Uhr Resümee des ersten Tages. Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer dwb
9:30 Uhr Was ist unzumutbare Architektur? N.N. (Studierende der Alanus-Hochschule, Alfter bei Bonn). Welche Architektur/welches Design ist menschenverachtend, unbrauchbar, würdelos, unpassend, herausfordernd? Und warum? Studenten werden versuchen, Grenzen aufzuzeigen, an denen das soziale Verständnis für Architekturformen im öffentlichen Raum aufhört. Geht es doch nicht nur um ästhetische Normen und Gewohnheiten, sondern auch um ethische, um das Selbstverständnis der Gesellschaft im „Bild“ der Architektur.
11:00 Uhr Am Anfang der Moderne: die Ideologie der Maschinenästhetik Dr. Walfried Pohl dwb (Bonn, Kunsthistoriker, Publizist). Die frühen Meister der Moderne blickten idealistisch in die Zukunft. Maschinenwelt würde die zu erwartende Geschichte der Zivilisation bestimmen. Sowohl die funktionale Bindung als auch die Formenwelt der neuen Geräte und Maschinen standen Pate bei der Entwicklung der Architektur. Und diese Entwicklung würde gleichermaßen die ganze Menschheit betreffen.
12:30 Uhr Mittagessen
14:00 Uhr Der Blick in die Geschichte. Die Vergangenheit als Lerngegenstand. Prof. Dr. Gerda Breuer dwb (Design-Historikerin, Uni Ges.Hochschuel Wuppertal). Ohne Respekt vor der Geschichte keine Entwicklung der Kreativität der Gegenwart. Geschichtliche Quellen: Werkgeschichte und Theoriegeschichte. Der Einfluß wechselnder Ideologien. Die aktuelle Arbeit der Designer, Architekten und Künstler ist voller Bezüge zur Vergangenheit, zur Geschichte ihres Mediums. Es ist sinnvoll, sich in diese Bezüge nicht nur intuitiv zu fügen, sondern sie ins Bewußtsein zu heben.
16:00 Uhr Kaffeepause
16:15 Uhr Ist die Architektur (noch) ein Abbild der Gesellschaft, in der wir leben? Kolloquium zur sozialpolitischen Bedeutung der heutigen Architektur, mit Gästen aus der Kommunalpolitik und der Berufspraxis. Bildet die Architektur unserer Zeit die Ideale unserer Gesellschaft ab oder ihr Zerrbild? Kritische Stimmen aus der Praxis, eigene Erlebnisse, spezifische Berufserfahrungen sollen im Verlauf der Akademie zu Wort kommen. Eingeladene Gäste und das Plemum der Akademie sind gebeten, aus dem Alltag zu berichten.
18:30 Uhr Abendessen

Sonntag, 30. Mai 2010
8:00 Uhr Frühstück
9:00 Uhr Resümee der ersten zwei Tage. Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer dwb
9:30 Uhr Rettungsversuche an „erstarrter“ Architektur durch künstlerische Eingriffe. Dr. Christoph Dahlhausen dwb (Bonn, Künstler, Kurator, Autor). Versuche von Künstlern, die Verhärtung der Architektur durch magere Ideologien aufzuheben, neue Dimensionen der Schönheit/ der Phantasie zu erobern. Für die konkrete, umweltbezogene Arbeit der freien Künstler ist die Frage nach „Korrektur“ schwacher oder unzumutbarer Architektur eine heikle, aber interessante Frage. Manchmal gelingt es ja, Mangelsituationen und Peinlichkeiten umzukehren, gar zu Merkpunkten und Orten erhöhter Aufmerksamkeit zu machen. Ein Erfahrungsbericht.
11:00 Uhr Architektur als angewandte Psychologie. Prof. Dr. Roland Günter dwb (Oberhausen, Kunsthistoriker, Schriftsteller, Vorsitzender des dwb NW). Ein Vorschlag, Ideologien entgegen zu wirken, sie zu widerlegen oder zu korrigieren. Anthropologische Grundlagen. Geschichtliche Entwicklung und Aktualität für die Kultur der Gegenwart. Mehr und mehr tritt ins öffentliche Bewußtsein, daß die Formen der Architektur nicht nur Zeichen-Charakter haben, also voller sozialer und kultureller Bedeutungen, sondern an den einzelnen Menschen gebunden sind, an seine Wahrnehmungs- und Erlebnismöglichkeiten.
12:30 Uhr Mittagessen
14:00 Uhr Ideologien als Denkfiguren. Die Macht der Ideologien über die Kunst (u.a. die Baukunst). Prof. Dr. Marcello da Veiga (Kulturphilosoph, Gründungsrektor Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter bei Bonn). Philosophische Skizze zur Bestimmung von Ideologien als hilfreiche, notwendige und/oder verhängnisvolle Machtinstrumente im kulturhistorischen Zusammenhang. Über alle konkreten Arbeitssituationen hinweg kann die Philosophie Denkhilfen zur Begriffsbestimmung geben. Künstler, Designer, Architekten können lernen, sinnvoll mit Denkfiguren umzugehen, indemj sie ihr Leben und ihre Arbeit an Erfahrungen der Kulturgeschichte orientieren.
16:00 Uhr Abschlussgespräch (Plenum)
17:00 Uhr Ende der Akademie

Werkbund-Akademie 2009

ARCHITEKTUR ALS SEHNSUCHT
Werkbund-Akademie vom 15. bis 17. Mai 2009 Der Deutsche Werkbund Nordrhein-Westfalen lud zu seiner Akademie 2009 ein. Das Thema hieß: „Architektur als Sehnsucht“ - dahinter steckt die Frage nach der Struktur von Wünschen und Utopien, die ewige Frage nach Zukunft, wie sie in der Gegenwart verankert werden kann. Eingeladen waren selbstverständlich alle Kollegen des Werkbundes, zugleich aber alle am Thema und am Gespräch interessierten Architekten, Innenarchitekten, Designer, Künstler, Wissenschaftler und die Studierende diverser Hochschulen in Nordrhein-Westfalen! Die Akademie findet unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer seit 30 Jahren (früher als „Wochenendseminare zu ausgewählten Fragen der Architekturtheorie“) statt.

Werkbund-Akademie 2008

AUGENBLICK UND EWIGKEIT. DIE ARCHITEKTUR UND DIE ZEIT
Werkbund-Akademie 2008

Werkbund-Akademie 2007

ARCHITEKTUR ALS BÜHNE
Werkbund-Akademie 2007
Angesprochen werden die vielen Ebenen der sozialen Wahrnehmung der "Architektur als Sprache". Wie wird die Architektur (von der Innenarchitektur bis zum Städtebau) als "Spielraum des Lebens" (U.Conrads) wahrgenommen? Wie muß Architektur entworfen und gestaltet werden, um im nachbarschaftlichen Leben angenommen zu werden und ihre angemessene Rolle zu spielen? Entwurfsstrategien, Anleitung zur Analyse.

Werkbund-Akademie 2006

ARCHITEKTUR IM ÖFFENTLICHEN BEWUSSTSEIN
Werkbund-Akademie 2006

Architektur und Ideologie
Sind Ideologien hilfreich oder verhängnisvoll?

Werkbund-Akademie vom 28. bis 30. Mai 2010

Das Thema heißt: „Architektur und Ideologie“. Ideologien sind Systeme von Ideen, Ideengebäude, Ideenzusammenhänge, die im sozialen, religiösen, wissenschaftlichen und alltäglichen Zusammenhang benutzt werden, um die Machtposition bestimmter gesellschaftlicher Gruppen zu definieren und durchzusetzen. Architektur und Design sind Tag für Tag ideologischen Zwängen ausgesetzt, ob dies nun förderlich oder hinderlich ist.

Die Akademie versucht, die Strukturen und die Inhalte solcher Denksysteme aufzudecken und Auskunft zu geben über ihre Entstehung, die Geschichte ihrer Wirkungen und Strategien von Architekten, Designern und Künstlern, mit ihnen zu leben. Eingeladen sind alle Kollegen des Werkbundes, zugleich aber alle am Thema und am Gespräch interessierten Architekten, Innenarchitekten, Designer, Künstler, Wissenschaftler und Studierende!

Die Akademie findet unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer seit 30 Jahren statt (früher als „Wochenendseminare zu ausgewählten Fragen der Architekturtheorie“).


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